Peter Köpf

Bild "peter_Koepf.jpg"

Schreiben nach jeder Richtung
Goebbels-Propagandisten in der
westdeutschen Nachkriegspresse

Ch. Links, Berlin. 1. Auflage August 1995

http://www.christoph-links-verlag.de Das Buch ist noch im Antiquariat erhältlich, absolut lesenswert!!
Sie waren das Klavier, auf dem die Regierung spielen konnte: die Propagandisten des "Dritten Reiches".
Nach der Befreiung wollten die Sieger eine neue, demokratische Presse ohne die alten Schreibmaschinentäter. Hat aber neben der strukturellen auch eine personelle Erneuerung stattgefunden?
Deutsche Journalisten haben über "furchtbare Juristen" gerichtet und über die Menschenexperimente ebenso "furchtbare Mediziner" geschrieben. Die Geschichte ihres eigenen Berufsstandes jedoch haben sie nur sporadisch angesprochen.
In diesem Report wird dargestellt, dass es im deutschen Journalismus keine "Stunde Null" gegeben hat. Goebbels' Propagandisten fanden Aufnahme – trotz alliierter Aufsicht und Kontrolle – in fast allen Redaktionen.
150 Lizenzzeitungen werden durchleuchtet. Exemplarisch geschrieben haben – vor und nach 1945.
Das Buch vergleicht die ursprüngliche Ziele der Alliierten mit der Realität und untersucht die Rahmenbedingungen, die diese erschreckende Kontinuität ermöglichten. (Ch. Links Verlag,Berlin)

Peter Köpf: "Ein Schreiben an [Karl] Ude, in dem er um eine Darstellung seiner heutigen Sicht gebeten wurde, blieb bis heute [Peter Köpf meint damit bis 1997, Karl Ude, ist am 1. April 1997 verstorben] unbeantwortet".

Karl Ude – ein linientreuer Blut-und-Boden-Journalist, hat sich nie konkret über seine Journalistische Tätigkeit zwischen 1933 und 1945 geäußert und verweigerte darüber jede Auskunft, warum wohl? Sein Sohn Christian Ude der Münchener Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München, Jahrgang 1947 führt die Familien-Tradition der Verdrängung weiter, wenn es um den Umgang mit der NS-Zeit in seiner Familie geht.
Nach Grußworten und Laudationen vom  vom damaligen OB der Landeshauptstadt München, Christian Ude zu urteilen, könnte man meinen, man hat einen "wackeren Kämpfer" für die Wahrheit über den Umgang mit der NS-Zeit vor sich, wir werden eines besseren belehrt, nein, hier duckt sich einer nach unten bewusst weg . . . Der ehemalige SPD Oberbürgermeister ist auch Vorsitzender des Fördervereins des NS-Dokumentationszentrums (!) Ein Skandal!

Briefe betreffend seinen Vater Karl Ude oder ein Ansuchen über die Genehmigung um Zugang zum Bundesarchiv – mehrere Briefwechsel werden ignoriert und grundsätzlich nicht beantwortet! OB Ude: "Die Stadt stelle sich seiner Verantwortung als früherer "Hauptstadt der Bewegung" und wolle die Auseinandersetzung mit den schrecklichen Verfolgungen in der Nazi-Zeit wach halten", wie steht es mit ihrer Verantwortung, Herr Alt-OB ?







Letzte Änderung: Home (15.03.2016, 14:24:50)